Gäste aus Stuttgart und Luzern beim gemeinsamen Tanz, Gesang und Spiel.
Die Stiftungsrätin und Initiantin Carla Braun-Schwöbel.
Der Park der Lukaskirche mit den Gästen des Abends.
Interessierte Besucher*Innen der Ausstellung Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos in Luzern.
Der Moderator Marco Meier in Aktion.

Ein wunderbarer Sommerabend im August im Garten der Lukaskirche in Luzern. Das Projekt @home von Weltethos Schweiz öffnete an diesem Abend wortwörtlich der ganzen Welt die Türen. Carla Schwöbel-Braun, Stiftungsrätin von Weltethos Schweiz und ihr Team hatten mit unserer Unterstützung das Projekt auf die Beine gestellt. Anpacken, gute Ideen realisieren, Synergien knüpfen und Weltethos sichtbar machen, so lauteten die Ziele der Initiantin des Projektes.

Marco Meier führte durch den Abend, es wurde getanzt, gesungen, zusammen gegessen und gelacht. Zu Gast war der Flüchtlingschor aus Stuttgart, der in Luzern Idomeneo aufführt. Eine Geschichte wie die ihre, von Krieg, Entwurzelung, dem Schicksal und der Hoffnung. Aber auch das Thema des diesjährigen Lucerne Festivals Identität kam während des ganzen Abends zur Sprache.
Bei der Besichtigung und Führung durch die Ausstellung Weltreligionen-Weltfrieden- Weltethos wurde rege über das Gewaltpotential der Religionen aber auch den dringend notwendigen Frieden für diese Welt diskutiert.

Eine junge Frau aus Stuttgart meinte, sie trenne vollkommen zwischen Religion und Glaube. Worauf ein junger Afghane antwortete, dass er an nichts mehr glauben könne, nachdem die Religion alles in seinem Land und seine Familie zerstört hatte.

Wir alle waren an diesem Abend mittendrin statt nur dabei. Und das ist gut so, das ist Weltethos. Denn am Schluss der Führung, und das ist auch Weltethos, waren sich alle über eines einig: Wir teilen die gleichen Werte. Wir finden immer einen kleinsten Nenner. Ganz einfach eigentlich: Die Wahrung der Würde des Menschen, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Respekt. In der Praxis ist das aber nicht ganz so einfach, wie der Zustand unserer Gesellschaft und der Regierungen zeigt. Wir müssen uns darin sicher noch üben, aber dieser Abend hinterliess uns diesbezüglich sehr hoffnungsvoll, denn viele von uns tun es bereits. Und auch darüber waren wir uns einig: Traue nie jemandem der sagt, die Wahrheit zu kennen.
Ein einzigartiger Moment ergab sich nach einem Gespräch mit unserem Fotografen und einem der Chorsänger, als sie ihre spontane Idee realisierten und ein Lied sangen. Einer trommelte seine Kolleg*innen zusammen und der andere holte die weiteren Gäste. Als sich dann alle auf der Wiese versammelt hatten und der Chor sich routiniert aufstellte, bekamen wir eine einzigartige und wunderbare Kostprobe des Stuttgarter Flüchtlingschors und ihres Könnens.

Ich hatte Gänsehaut. Es war nicht nur Musik, es war eine Botschaft.

Als ich danach auf die beiden Initianten traf und sie nach dem Entstehen ihrer Idee fragte, zeigte der Sänger auf sein Herz und meinte „Alles begann genau hier“.
Genauso wie die Installation von Irene Naef eine Botschaft hat und auf den zentralen Fragen des Projektes, Heimat, Identität und Migration, aufbaut. Besonders aber auf den Moment der Begegnung. Das Projekt, welches zusammen mit Schüler*innen und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen realisiert wurde, zeigt auf eindrückliche Art und Weise, wie Identität und Heimat Fragen sind, die jeder von uns selbst beantworten muss. Es kann aber wunderbar sein, Antworten darauf gemeinsam zu entdecken.

Ein Abend ganz nach unserem Geschmack. Weltethos gelebt, in der Praxis und im Dialog.

Besuchen Sie uns:

http://refstadtluzern.ch/gebaeude/lukaskirche-lukaszentrum/
http://www.weltethos.ch/produkte/die-ausstellung-weltreligionen-weltfrieden-weltethos-koennen-sie-mieten/
https://www.lucernefestival.ch/de/
http://www.zufluchtkultur.de/
http://irene-naef.ch/
https://www.facebook.com/alpineum

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