Weltethos-Institut und Übergabe der Stiftungsleitung

Am 19. März 2013 wird Hans Küng seinen 85. Geburtstag feiern und zu diesem Termin auch die Leitung der Stiftung Weltethos an den früheren deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler abgeben. Dies gab Hans Küng am 18. April bei der Eröffnung des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen bekannt. Und dies auch gleichzeitig zur zehnten Weltethos-Rede, gehalten vom neuen Direktor des Instituts, Professor Claus Dierksmeier.

Die Freude über die Eröffnung des Instituts ist oder bleibt riesig. Für Hans Küng, die gesamte Stiftung und für viele Studierende. Das Institut eröffnet dem Projekt Weltethos eine ganz neue Dimension, nur anderthalb Jahrzehnte nach der Stiftungsgründung.

Das Weltethos-Institut

Weltethos soll nicht nur sichtbar sein, sondern auch über Generationen hinweg wirken. Dies wird nun mit der Eröffnung des Weltethos-Instituts einmal mehr möglich. Auf einer Fläche von ungefähr 7000 Quadratmetern wird das Institut in Tübingen Platz finden. Die Lehre einer globalen Ethik kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und wird hoffentlich dazu beitragen, die globale Sinnkrise zu beenden.

Das Weltethos-Institut wird in Forschung und Lehre ethische und interkulturelle Kompetenzen praxisnah vermitteln und wird dabei eng mit der Universität, in Form eines sogenannten An-Instituts, zusammen arbeiten. Der erste inhaltliche Schwerpunkt des unabhängig von der Universität finanzierten Instituts wird dabei auf die Konkretisierung eines globalen Wirtschaftsethos gerichtet sein. Zudem sollen im neu entstandenen Institut auch praxisnahe Modelle zur Implementierung des Weltethos entwickelt werden. Nebst ständigen Professuren wird für internationale Gastwissenschaftler auch die Möglichkeit geschaffen werden, in befristeten Modellen am Institut zu lehren und zu forschen.

Die Geschäftsführung wird Dr. Stephan Schlensog, Generalsekretär der Stiftung Weltethos, übernehmen. Im sechsköpfigen Beirat des Instituts werden unter anderem Herr Schlecht, von der Karl Schlecht Stiftung, Rektor Bernd Engler, Ernst Susanek und auch Professor Heinz-Dieter Assmann vertreten sein. Zum Direktor des Instituts wurde vom Beirat der Philosoph Professor Claus Dierksmeier gewählt. Dieser war zuvor in North-Easton, Boston, am Stonehill College im SUMMIT Institut im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung tätig. Herr Professor Dierksmeier war es auch, welcher am 18. April im Festsaal der Universität, die zehnte Weltethos Rede hielt. Er sprach zum Thema: «Wie sollen wir wirtschaften? Weltethos im Zeichen der Globalität». Die Arbeit des Instituts soll gleich wie jene der Stiftung Weltethos international und auch interdisziplinär erfolgen. Insgesamt wird das Global Ethic Institute über ein jährliches Budget von einer Million Euro verfügen, welche in die Bereiche internationale Politik, Weltethos und Weltreligionen, Erziehung und Kultur fliessen werden.

Bereits in diesem Sommersemester werden für Studierende aus allen Fachrichtungen Kurse angeboten, darunter ein Seminar zum Thema der Unternehmensethik. Des Weiteren soll eine Professur mit dem Schwerpunkt der interkulturellen Pädagogik geschaffen werden.

Die Initiative Weltethos Schweiz freut sich über die Eröffnung des Weltethos-Instituts und die dadurch geschaffene Möglichkeit, die Ideale eines Weltethos zu manifestieren. Das eröffnete Institut ist als Ort der Lehre, aber auch des Dialogs von grossem Wert für unsere und kommende Generationen.

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