Das Bildungsprojekt von Weltethos Schweiz

In der Schweiz ist die Volksschule die wichtigste öffentliche Institution, in welcher die Kinder vom 4. bis zum 16. Lebensjahr gebildet und in die Gemeinschaft integriert werden. In der Schule erfahren Kinder schrittweise die Erweiterung ihrer Lebenswelt durch die Begegnungen mit Gleichaltrigen und Erwachsenen, die verschiedene familiäre, weltanschauliche und religiöse Prägungen mitbringen. In der zweiten Hälfte des vergangenen und noch beschleunigt im ersten und zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hat sich die Vielfalt dieser Prägungen stark erweitert.

Welche ethischen Leitprinzipien sollen in der Volksschule zu Grunde gelegt, und auf welche Art sollen sie übermittelt und gelehrt werden?
Eine erste klare Antwort dazu gibt der Lehrplan 21 für die deutschsprachigen Volksschulen. Er stellt im Fachbereich Natur-Mensch-Gesellschaft den Heranwachsenden stufengerecht (über 9 Schuljahre) erstes Wissen über Natur, Technik, Wirtschaft und Institutionen vor, die sich der Mensch im Verlaufe seiner kulturellen Evolution erarbeitet hat. Dadurch lernen die Schülerinnen und Schüler, wie mit einem Geflecht von Kompetenzen aus diesem Wissen ihre Umwelt und ihre Gemeinschaften laufend gestaltet und verändert werden können. Der LP 21 spricht von vier Handlungsaspekten für die Kompetenzentwicklung in der Begegnung und Auseinandersetzung der Lernenden mit der Welt:

  • Die Welt wahrnehmen
  • Sich die Welt erschliessen
  • Sich in der Welt orientieren
  • In der Welt handeln

Der ERG-Unterricht im Zyklus 3 baut auf den erworbenen Kompetenzen aus NMG der Zyklen 1 & 2 auf. Die Kompetenzbereiche 10,11 und 12 beschäftigen sich schon hier mit Wertkategorien und der Vielfalt religiöser Traditionen.Die SchülerInnen sollen die beiden Erkenntnisse nutzen, um in Gemeinschaften den aus dieser Situation immer wieder entstehenden Spannungen zuerst mit Dialog zu begegnen zu können. Der Fachbereich „Ethik-Religionen-Gemeinschaft“ (ERG) ist Neuland und bedarf pädagogischer Pionierarbeit.

Beispiele für mögliche Themen: Freundschaft, Gerechtigkeit, Glück, Wahrheit und Lügen.

Mit unseren Projekten fördern wir Dialogkompetenzen im Alltag und in der Schule. So tragen wir zur Lösung gesellschaftsethischer Problemstellungen bei wie Rassismus, Radikalisierung oder die Missachtung der Menschenrechte und fördern die Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität in unserer Gesellschaft. Die Projektbeschriebe erklären wie wir diese Vision in Taten umsetzen.