29. Februar 2012: Ein geschenkter Tag!

Die Zeit vergeht schnell, immer schneller und viel zu schnell, das sagen so viele von uns. Zeit ist ein wertvolles Gut, in unserer mobilisierten Gesellschaft und auch anderswo auf der Welt. In diesem Jahr haben wir das Glück, dass uns ein Tag geschenkt wird. Im Schaltjahr 2012 haben wir die Chance, jemanden an diesem zusätzlichen Tag ein Geschenk zu machen.

Der 29. Februar ist ein geschenkter Tag!

Das Schaltjahr findet in den meisten kalendarischen Systemen Verwendung. Der ägyptische Kalender, der jüdische, der islamische, der chinesische und auch der julianische Kalender kennen Schaltjahre. Wobei man sich nach dem Lauf der Sonne, beim so genannten Sonnenkalender, oder am Rhythmus des Mondes, bei Mondkalendern, orientiert. Julius Cäsar reformierte zu seiner Zeit die Datumsrechnung, er stützte sich dabei auf das ägyptische Modell und führte ein Schaltjahr ein. Damals wurde der 24. Februar jeweils doppelt gezählt, heute gilt die Praxis, dass man den 29. Februar in Schaltjahren dazu rechnet. Wir verwenden dabei den gregorianischen Kalender, zurückzuführen auf Papst Gregor den XIII, welcher den julianischen Kalender reformierte. Der 29. Februar ist also ein geschenkter Tag!

Dieser Tag eignet sich fantastisch, um nicht nur uns selbst, sondern auch anderen Menschen zu gedenken. Zu viele leben unter unwürdigen Bedingungen und können noch immer nicht von denselben Rechten Gebrauch machen wie wir. UN Women Schweiz – Teil der neuen UNO-Frauenorganisation, die zum Ziel hat, die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauen weltweit voranzutreiben – ruft am geschenkten 29. Februar dazu auf, aktiv zu werden, um benachteiligte Frauen und Mädchen auf dieser Welt zu stärken. Mehr zu UN Women und wie Sie aktiv werden können: www.unwomen.ch

In Haiti ist jeder Tag ein Geschenk

Der Karibikstaat Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, das immer wieder von Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und Erdbeben heimgesucht wird. Diese verschlimmern die bereits prekäre Lage der mehr als neun Millionen Einwohner und Einwohnerinnen immens. Die politische Instabilität und die Armut, verbunden mit anhaltender Geschlechterungleichheit, verwehren
Frauen ihre Rechte und das Potenzial, in demokratischen und wirtschaftlichen Prozessen des Landes aktiv zu sein. Das starke Erdbeben vor zwei Jahren hat die Ausgangslage noch verschärft. Entschiedenes Vorgehen gegen diese Missstände in Haiti sind bitternötig.

«Seit der Erdbebenkatastrophe haben sich die Lebensbedingungen in Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, noch verschlechtert. UN Women will Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen in Obdachlosencamps schützen. Mit einer Spende am „geschenkten“ 29. Februar helfen Sie uns dabei!»

Caterina Meier-Pfister, Geschäftsleitung Un Women Schweiz

UN Women ermöglicht sichere Zonen für Frauen und ihre Kinder, mobile Betreuungsteams und Hilfe für Opfer. Der Ausbau von Frauenhäusern gehört ebenso zu den vorrangigen Zielen wie die Mitsprache von Frauen beim Wiederaufbau.
Für Frauen und Überlebende in Haiti ist jeder Tag ein Geschenk. Sie leben in ärmlichen und sozial schlechten Verhältnissen und kämpfen dabei täglich ums Überleben.

Das Weltethos in Aktion

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nicht nur ein Ziel von UN Women Schweiz, sondern auch eine der vier Weisungen der Erklärung zum Weltethos. Im Abschnitt B dieser 4. Weisung heisst es:

«Wir verurteilen sexuelle Ausbeutung und Geschlechterdiskriminierung als eine der schlimmsten Formen der Entwürdigung des Menschen. Wo immer – gar im Namen einer religiösen Überzeugung – die Herrschaft eines Geschlechts über das andere gepredigt und sexuelle Ausbeutung toleriert, wo immer Prostitution gefördert oder Kinder missbraucht werden, da ist Widerstand geboten. Niemand täusche sich: Es gibt keine wahre Menschlichkeit ohne partnerschaftliches Zusammenleben!»

Nicht nur das Schaltjahr ist folglich interreligiös verankert, sondern auch der Wunsch nach gleicher Würde der Geschlechter.
Die Gleichberechtigung aller vor dem Gesetz und der Gleichstellung von Mann und Frau sind wichtige Voraussetzungen um menschenrechtliche Ziele umzusetzen. Frauen und Mädchen gehören noch immer zu den besonders gefährdeten Menschen auf unserer Welt.

Doch im modernen Zeitdruck geht die Würde des Menschen gerne mal schnell vergessen. Oft beginnen wir den Tag mit einem Murren. Schon wieder Morgen, zur Arbeit gehen müssen und wieder dieses kalte Wetter. Gefangen in der täglichen Betriebsamkeit vergessen wir, auch die Frauen, wie dankbar wir doch sein können. In einem warmen Bett zu erwachen, die eigene politische Meinung kundtun zu können, in der Gesellschaft und vor dem Gesetz gleichberechtigt zu sein, ist für viele unter uns keine Selbstverständlichkeit. Wir sollten in jedem Tag die kleinen und die grossen Wunder erkennen und wieder lernen dankbar zu sein für jeden Tag und besonders für den 29. Februar, einen geschenkten Tag.

Nutzen auch Sie den geschenkten Tag, um gemeinsam mit UN Women Schweiz die benachteiligten Frauen dieser Welt zu stärken, für welche die vierte Weisung des Weltethos noch Träume von Morgen sind.

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